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Pressenotizen

21.07.2010 - Alter: 50  Tage

Zehn Apartments für ehemals wohnungslose Menschen eingeweiht:

 

Dekade der guten Nachbarschaft ausgerufen

v.l. Roman Dienersberger, Bezirk Oberbayern; Stefan Schuster; Rainer Endisch, Bereichsleiter; Fritz Weinberger und Gabriele Anderl, Architekten; Michael Asam, Bürgermeister von Peiting; Birgit Gutzeit, Herzogsägmühle; Pfarrer Dirk Wollenweber und Kurat Ralf Regensburg

v.l. Roman Dienersberger, Bezirk Oberbayern; Stefan Schuster; Rainer Endisch, Bereichsleiter; Fritz Weinberger und Gabriele Anderl, Architekten; Michael Asam, Bürgermeister von Peiting; Birgit Gutzeit, Herzogsägmühle; Pfarrer Dirk Wollenweber und Kurat Ralf Regensburg

„Nicht jeder, der Betreuung braucht, soll im Dorf Herzogsägmühle leben müssen, aber im Umfeld von Herzogsägmühle leben dürfen“, sagte Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmühle, bei der Einweihung von zehn Apartments für ehemals wohnungslose Menschen in Peiting.
„Inklusion in Orten der Umgebung ist für unsere Menschen sehr wichtig“, betonte Knorr weiter und rief eine Dekade der guten Nachbarschaft aus. Von 2010 bis 2020 soll verstärkt daran gearbeitet werden, dass Menschen mit den verschiedensten Beeinträchtigungen in die Gesellschaft integriert werden, statt neben ihr betreut zu werden.

„Projekte wie dieses haben wir schon in vielen Orten im Landkreis“, erklärte Bereichsleiter Rainer Endisch bei seiner Ansprache vor geladenen Gästen. „Die Menschen, die hier eingezogen sind, wollten aber ausdrücklich in Peiting leben“, so Endisch weiter. Arbeit haben die meisten von ihnen in Herzogsägmühle, die Apartments stehen unter sozialpädagogischer und hauswirtschaftlicher Begleitung. Gute Nachbarschaft wünschte sich auch Bürgermeister Michael Asam. „Dieses Haus kann der Bevölkerung vermitteln, dass Menschen, die durch verschiedenste Schicksalsschläge wohnungslos geworden sind, hier eine neue Chance bekommen“, so der Bürgermeister. Über das gelungene Projekt freute sich auch Roman Dienersberger vom Bezirk Oberbayern. „Im Vordergrund unserer Wohnraumförderung stehen innovative Projekte. Dieses hier in Peiting stach durch die soziale und die bauliche Komponente heraus“, so Dienersberger, der erklärte, dass Inklusion für ihn bedeutet, die Wahl zu haben, in einer Wohngruppe, einem Heim oder im betreuten Einzelwohnen zu leben. „Die Zusammenarbeit von Wohn- und Projektträger, also der Familie Schuster und Herzogsägmühle, haben mich beeindruckt.“ Dass viel innovative Technik in dem neuen Haus steckt, erklärte Architekt Fritz Weinberger den Anwesenden. Wichtig war ihm, bei dem Neubau die Nebenkosten so gering wie möglich zu halten. „Und das ist uns gelungen“, erklärte Weinberger stolz. Er wies zudem auf die hervorragenden Effekte auch für die Belebung der kommunalen Zentren hin, die durch das Zusammenwirken von sozialem Wohnungsbau, Investorentätigkeit und solventem Mieter entstehen.
Der evangelische Pfarrer Dirk Wollenweber und Kurat Ralf Regensburg erbaten den Segen Gottes für die Bewohner und die Mitarbeitenden. „Es ist gut, wenn Menschen, die ehemals obdachlos waren, hier eine Zukunftsperspektive bekommen, und nicht mehr auf das Vergangene schauen müssen“, so Wollenweber.
Gemeinsam mit der Familie Schuster und dem Architekturbüro Weinberger & Anderl hat Herzogsägmühle in Peiting zehn neue Wohnmöglichkeiten für ehemals wohnungslose Menschen geschaffen. Alle, die diese Wohnform in Peiting nutzen, haben sich intensiv auf diesen Schritt in eine größere Selbstständigkeit vorbereitet. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter begleiten und unterstützen die dort lebenden Menschen auch weiterhin bei ihrer Alltagsbewältigung.


 

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