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Ort zum Leben


Arbeit für Menschen mit Behinderung






Besonders gestaltete Arbeitswelt

zertifiziert nach  DIN EN ISO 9001

Wer wegen seiner Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig sein kann, hat ein Recht auf berufliche Förderung und auf einen Arbeitsplatz in einer "Werkstatt für behinderte Menschen".

Auf dieser im "Sozialgesetzbuch IX" verankerten Rechtsgrundlage arbeiten die Herzogsägmühler Werkstätten. Jedem soll ein sinnerfülltes Arbeitsleben ermöglicht werden. Erreicht wird dies durch die Vielfalt der Arbeitsplätze, berufliche Bildung und individuelle Gestaltung des Arbeitsplatzes. Der Kranken- und Rentenversicherungsschutz ergibt sich aus § 5 Sozialgesetzbuch V und § 1 Sozialgesetzbuch VI.

Berufsfördernde Maßnahmen im Berufsbildungsbereich

Bis zu zwei Jahren ist Frauen und Männern mit Behinderung eine Vorbereitung auf ihr Berufsleben möglich im "Berufsbildungsbereich". Dabei wird von den Erfahrungen in der Werkstufe der Förderschule oder von beruflichen Vorerfahrungen ausgegangen. Die Rehabilitanden werden vertraut gemacht mit verschiedenen Material- und Fertigungsbereichen. Anschließend erfolgt die Vertiefung in der gewünschten Fachrichtung. Dabei geht es entweder um die Vorbereitung auf die Tätigkeit im "Arbeitsbereich" der Werkstatt oder um die Vorbereitung einer weitergehenden beruflichen Rehabilitation, wie Ausbildung oder Arbeit in einem anderen Betrieb.

Zusätzliche sonderpädagogische Hilfen dienen der Weiterentwicklung der Persönlichkeit, der Förderung eines angemessenen Arbeitsverhaltens und der Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich.


Berufstätigkeit im Arbeitsbereich

Im "Arbeitsbereich" haben die Werkstattbeschäftigten einen sicheren und ihren Fähigkeiten und Neigungen angepassten Arbeitsplatz. Hier werden Aufträge für Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes durchgeführt, aber auch eigene Produkte hergestellt in den Bereichen: Buchbinderei, Gartenbau- und Landschaftspflege, Gravur, Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, Montagearbeiten, Papierverarbeitung, Siebdruckerei, Textilbearbeitung, Töpferei, Verpackungsarbeiten, Wachswarenherstellung und Weberei.


Verdienstmöglichkeiten

Die Arbeitsverwaltung gewährt Rehabilitanden im "Berufsbildungsbereich" Ausbildungsgeld (monatlich 62,-- € im ersten und 73,-- € im zweiten Jahr). Im "Arbeitsbereich" erfolgt die Entlohnung nach einem gestuften System, das Leistungsvermögen und Arbeitsplatzfaktoren berücksichtigt.


Persönliche und soziale Hilfen

Die Herzogsägmühler Werkstätten sind für den ganzen Menschen da. Die Arbeitsanleiter sind Meister und Gesellen mit sonderpädagogischer Zusatzqualifikation oder Heilerziehungspfleger, Arbeitserzieher und Sozialpädagogen. Sie berücksichtigen nicht nur den Arbeitsprozess und die beruflichen Fähigkeiten und Neigungen der Werkstattbeschäftigten; sie nehmen sich auch ihrer Probleme an, vermitteln medizinische Behandlung und unterstützen notwendige Therapien. Sie bemühen sich um die Weiterentwicklung der Persönlichkeit und des sozialen Verhaltens. Darüber hinaus sind Mitarbeiter des Sozialdienstes begleitend tätig und zuständig für besondere pädagogische oder rechtliche Fragestellungen und für die Verbindung zu Angehörigen. Sie vermitteln bei Konflikten, organisieren Freizeitmaßnahmen und regen Arbeitsversuche in anderen Betrieben an.

Die erfolgreiche Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt wird von einer professionellen Projektgruppe begleitet.


Begleitende Angebote

Geübt werden Konzentration, Motorik und Sprachfähigkeit, einzeln und in kleinen Gruppen. Kurse zur Förderung lebenspraktischer Fertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben werden ebenso angeboten wie Sportneigungsgruppen: Bergwandern, Gymnastik, Kegeln, Schwimmen, Skifahren, Tanzen, Tischtennis oder weiterbildende und kulturelle Veranstaltungen.


Regionale Verantwortung

Die Herzogsägmühler Werkstätten haben sich zur Beschäftigung aller Frauen und Männer mit Behinderung verpflichtet, auch wenn sie noch bei ihren Familien leben. Sie finden in den Wohnheimen in Herzogsägmühle, in Wohngruppen oder im Betreuten Wohnen in der Region Heimat, Lebensrecht und Förderung, wenn sie von ihren Angehörigen nicht mehr begleitet werden können oder als Erwachsene außerhalb der Familie ihr eigenes Leben führen wollen.


Spezielle Befähigung - Förderstätte

Wer so schwer behindert ist, dass er noch nicht oder nicht mehr am Auftrag der Herzogsägmühler Werkstätten mitwirken kann, erfährt in der Förderstätte tagesstrukturierende Beschäftigung und Hilfen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Soziale Integration, erlebbare Achtung und spürbare Akzeptanz prägen das auf Anregung und Förderung ausgerichtete Angebot in sieben Fördergruppen.


Erfüllter Tag im Alter - Lekos-Tagesstätte

Die Lekos-Tagesstätte dient Menschen im Alter und mit Behinderung für ein Mehr an Teilhabe. Die pädagogoische Arbeit in der Tagesstätte ist abgestimmt auf die Biographie der Besucher. Gemeinschaftsräume aber auch Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen prägen das äußere Erscheinungsbild. Das vielfältige, abwechslungsreiche und aktivierende Angebot ergänzt die Begleitung in den Wohnheimen.

 

Vielfältige Partnerschaft

Die Herzogsägmühler Werkstätten sind seit 1975 als "Werkstatt für behinderte Menschen" anerkannt und im Auftrag der Arbeitsverwaltung und der Sozialhilfe tätig. Seit 1984 entstanden 185 Werkstattplätze in Herzogsägmühle und 138 in Peiting, in Koordination und durch wesentliche Förderung des Integrationsamtes bei der Regierung von Oberbayern.

Geschäftsbeziehungen bestehen zu Firmen in der Region.
Verkaufsstellen sind:

Fundgrube in Herzogsägmühle,
Von-Kahl-Straße 4,
Telefon: 0 88 61  219-264

gebrauchs.gut in Schongau,
Weinstraße 4,
Telefon: 0 88 61  2 56 92 05

lebensmittel.punkt in Schongau,
Weinstraße 2,
Telefon: 0 88 61  7 13 77 65

Herzogsägmühler Laden in Weilheim
Herzog-Christoph-Straße 3
Telefon: 08 81  92 45 20-280

 

Ehrenamtliche Mitarbeit

ist uns immer willkommen, z.B. als

  • Begleitung bei Freizeit- und Urlaubsmaßnahmen sowie von musischen Neigungsgruppen
  • Aushilfe im Verkauf in der Fundgrube und im Töpferladen.

Bitte suchen Sie gerne das Gespräch mit uns.

 

Information, Beratung und Hilfe

in Herzogsägmühle
Herzogsägmühler Werkstätten
Am Latterbach 3
86971 Peiting-Herzogsägmühle

Telefon: 0 88 61  219-257

Fax: 0 88 61  219-43 50

e-mail: werkstaetten@herzogsaegmuehle.de

in Peiting
Herzogsägmühler Werkstätten
Schachtstraße 1 und 3
86971 Peiting

Telefon: 0 88 61  219-502

Fax: 0 88 61  219-511

e-mail: werkstaetten.peiting@herzogsaegmuehle.de

Werkstattleitung0 88 61  219-251 oder -253

Sozialdienst0 88 61  219-459 oder -248

 

HERZOGSÄGMÜHLE
Von-Kahl-Straße 4
86971 Peiting-Herzogsägmühle

Telefon: 0 88 61  219-0

Telefax: 0 88 61  219-201

e-mail: info@herzogsaegmuehle.de

Online-Shop: shop.herzogsaegmuehle.de


Herzogsägmühle versteht sich als

ORT ZUM LEBEN

und wird getragen vom Verein "Innere Mission München - Diakonie in München und Oberbayern e.V.".
Im Rahmen einer offenen Dorfgemeinschaft erfahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Problemen, Krankheit oder Behinderung Hilfen zur persönlichen, sozialen und beruflichen Entwicklung oder Heimat und Pflege im Alter.
Daneben bietet Herzogsägmühle Beratungsdienste, Tagesstätten, Arbeitsmöglichkeiten und Wohnungen in Orten der Umgebung an.

Spendenkonto:
HypoVereinsbank Weilheim (BLZ 703 211 94)
Konto Nr. 4 799 500

 
 

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Flyer Arbeit für Menschen mit Behinderung

Flyer zum Download (587 KB)