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Herzogsägmühle
Von-Kahl-Straße 4
86971 Peiting
Telefon 08861-219 0
Fax 08861-219 201
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Liebe Freundinnen und Freunde von Herzogsägmühle,

wenn Sie aufmerksam verfolgt haben, welches Jahresmotto sich Herzogsägmühle in den letzten Jahren gegeben hat, dann wissen Sie, dass wir mit der Auswahl des Mottos jeweils auf unterschiedliche Aspekte unseres Arbeitens ein besonderes Augenmerk legen. So hatten wir z.B. vor zwei Jahren mit dem Thema "Achtsam begleiten" eine Kardinaltugend aller pädagogisch-therapeutischen Arbeit in den Blick genommen und damit besonders an der Kompetenz der Mitarbeitenden gearbeitet. Im letzten Jahr hieß das Motto "Gemeinwesen mit Zukunft" – wir befassten uns vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte mit der künftigen Rolle von Herzogsägmühle als Ort und als "Sondereinrichtung" und leiteten daraus Erkenntnisse für unsere Konzeptentwicklung ab.
Nunmehr heißt das Motto "Chancen eröffnen". Damit richtet sich der Blick auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen, die auf oft verschlungenen Lebenswegen zu uns kommen, nicht selten sogar mit dem Urteil "chancenlos". Dem halten wir entgegen: Jede und Jeder, gleich welche Beeinträchtigung, Behinderung, gleich welche Biographie sie oder er mitbringt: Es ist unser Auftrag, neue Chancen zu eröffnen, verschüttete Ressourcen wieder aufzuspüren, Lebenssinn zu stiften.
Gleichzeitig ist das Motto gut geeignet, für die Mitarbeitenden von Herzogsägmühle berufliche Chancen zu beleuchten. Dass die Mitarbeitendenzufriedenheit wichtig ist und ein sehr hohes Gut, ist uns bewusst. Das Jahresmotto kann auch dazu dienen, sich bewusst zu machen, welche Chancen uns mit einer Tätigkeit am und für den Nächsten geschenkt sind.
Schließlich geht es in Fortführung der Inklusionsdebatte um die Chancen, die für Herzogsägmühle als besonderem Ort zu eröffnen sind - durch eine attraktive Bebauung, durch eine hohe Lebensqualität im Dorf und durch ein besonderes Klima des Miteinanders.
Wir wissen, dass wir bei all diesen Bemühungen für Hilfeberechtigte, für uns selbst und für unser Gemeinwesen nicht allein sind. Wir fühlen uns getragen und gestärkt durch Ihr Mitdenken, Mitbeten, durch Ihre Spenden und Besuche. Dafür sei Ihnen allen herzlich gedankt - und ich verbinde mit dem Dank die Hoffnung, dass Sie in der Unterstützung von uns nicht nachlassen!
Auf vielfältige, chancenreiche Begegnungen 2012 freut sich Ihr
W.Knorr