Herzogsägmühle - Diakonie in Oberbayern
Eseltrekking in Griechenland 2008  
 
 

Eseltrekking in Griechenland

von Jutta Schneider

Solche Esel, werden sich die Kreter gedacht haben, als das Freizeit- und Bildungswerk von Herzogsägmühle eine Eseltrekkingtour durch Kreta plante. In Kreta macht das keiner. Die Kreter sind froh, dass es Autos gibt und haben dieses historische Erlebnis längst hinter sich. Aber die verrückten Deutschen, ja die machen so was und zahlen auch noch dafür. Mit Eseln und verrückten Deutschen sind gemeint, zwölf Hilfeberechtigte und drei Begleiter aus Herzogsägmühle.

Die letzten Nächte vor der Reise waren gelind gesagt nicht die Entspanntesten. „Haben wir alles? Nichts vergessen? Halten alle durch? Mögen die Esel uns? Können die Esel das überhaupt?“ Der erste Tag in Griechenland entschädigte uns nach einer wahrlich unruhigen Nacht für alle Mühsal der Fahrt. 25° Celsius bei der Ankunft in Heraklion und ein Sonnenaufgang, der schöner nicht sein könnte. Unser Reiseführer vor Ort erwartete uns mit leckeren Orangen, einem traumhaften Blick auf das strahlend blaue Meer und zwei sehr freiheitsliebenden kretischen Reitpferden. Ach ja, auf Kreta gibt es, da fast alle Esel ausgestorben sind, nur noch ein paar Ponys, die das Lasten tragen und geführt werden nicht gewohnt sind… Aber die Ponys arrangierten sich mit uns. Wir übernahmen das Tragen der meisten Lasten.

Am Meer dann die Entspannung: Wetter – warm, Wind – windig, Wasser – salzig, Urlaub pur. Nach Tagen auf dem Weg, mit den Tieren und einem Auto, das unsere Vorräte transportierte, waren wir an einem geheiligten Ort angelangt, nämlich der heiligen Schlucht, die über hunderte von Jahren in ihren Höhlen und Nischen Mönchen Schutz und Unterkunft bot. Das Paradies auf Erden, da bin ich mir ziemlich sicher.

Von der heiligen Schlucht – Agio Farango – aus ging unser Weg nach Kali Limenes. Das war auch der letzte Tag mit den Ponys. Wir, damit meine ich die Ponys und uns, waren mittlerweile Freunde geworden. Die restlichen Tage vergingen wie im Flug. Das Wetter war schwül, der Saharasturm brachte unwirtliche Stimmung auf. An manchen Tagen regnete es dann, als wäre die Sintflut über uns hereingebrochen. Der starke Nordwind und der bedrohliche Wellengang des Meeres waren ein bleibendes Erlebnis. Abenteuer pur. Wir bewunderten die Landschaft, die mit jedem Kilometer schöner wurde. Der Abschied nach über zwei Wochen fiel uns schwer.

Die letzten Zeilen gehören Eric O’Reilly. Durch seine Geldspende wurde diese Tour erst möglich. Wir alle möchten ganz herzlich DANKE sagen für eine großartige Tour, von der einige beim Abschluss gesagt haben: „Die beste Trekkingtour, die es im Freizeit- und Bildungswerk je gegeben hat!“








 








 
 
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