Außenarbeitsplätze und allgemeiner Arbeitsmarkt

Die Herzogsägmühler Fachbereiche arbeiten mit über 200 Firmen in der Region zusammen

Wer in der Werkstatt stabil arbeitet, aber seine Fähigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausprobieren möchte, hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, über den Sozialdienst mit dem Qualifizierungsbeauftragten Kontakt aufzunehmen und über seine weiteren Chancen außerhalb der Werkstatt zu sprechen.

Individuell auf jeden Werkstattbeschäftigten abgestimmt suchen wir dann Wege, die wieder auf den allgemeinen Arbeitsmarkt führen können. Hierbei berücksichtigen wir schon erlernte Berufe oder Erfahrungen, persönliche Vorlieben, Neigungen und Wünsche, Belastungsgrenzen und krankheitsbedingte Einschränkungen, die Wohnortsituation und die Mobilität.

In mehreren Praktika in Firmen der Umgebung können Werkstattbeschäftigte ihre Erfahrungen machen.

Diese Praktika werden eng begleitet, jede Woche kann es einen Kontakt mit dem Qualifizierungsbeauftragten geben, um mögliche Schwierigkeiten oder Belastungen sofort wahrzunehmen.

Sie können so individuell gestaltet werden, wie es gebraucht wird. Von einzelnen Tagen in einer Firma bis zur Vollzeit über mehrere Wochen oder auch Monaten ist alles möglich.

Während des Praktikums finden regelmäßig Auswertungsgespräche statt. Wenn sich dabei herausstellt, dass sich sowohl der Praktikant als auch der Betrieb eine langfristige Zusammenarbeit vorstellen können, beraten wir hinsichtlich der Möglichkeiten.

Es kann ein dauerhaft ausgelagerter Beschäftigungsplatz in einer Firma eingerichtet werden. Das heißt der Werkstattbeschäftigte behält den Status der Werkstattzugehörigkeit, arbeitet aber dauerhaft in der Firma auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Rahmen dieses Arbeitsplatzes kann individuell an die Bedürfnisse von Praktikant und Betrieb angepasst werden.

Ein ausgelagerter Beschäftigungsplatz kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit eingerichtet werden. Der Werkstattbeschäftigte kann in Vollzeit oder Teilzeit ausschließlich an seinem ausgelagerten Arbeitsplatz arbeiten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Beschäftigte z. B. drei Tage in der Firma und zwei Tage in der WFBM arbeitet. So kann er die Herausforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erleben, aber auch die sozialen Kontakte und Angebote der WFBM weiter nutzen.

Wir begleiten und beraten Werkstattbeschäftigte und Betriebe auch hinsichtlich der Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses. Dabei begleiten wir die Beschäftigten bei der Heranführung und informieren über Fördermöglichkeiten sowie sozialrechtliche Auswirkungen (z. B. Rente, Grundsicherung, Wohngeld).

Diese Maßnahmen finden in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kostenträger und unter Berücksichtigung der aktuellen beruflichen Inklusionsprogramme statt (z. B. Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt, Budget für Arbeit).