Pressenotizen

Komprimierter Hilfekatalog

Wohnraum finden – neuer Informationsflyer für die Region Weilheim-Schongau hilft dabei

Die Gründe die eigene Wohnung zu verlieren sind heute vielfältig. Ob Schulden, Lebenskrisen oder der Verlust des Arbeitsplatzes. In jedem Fall prasseln viele Anforderungen und Unklarheiten auf die Betroffenen ein. Da ist es nicht immer leicht, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Um Hilfesuchenden schnellstmöglich die nötige Unterstützung zu bieten, wurde im Rahmen des EU-Projekts "Mein Wohnraum II - Wohnungsnot geht alle an", an dem die Diakonie Herzogsägmühle gemeinsam mit den Caritasverbänden in Passau und Ingolstadt teilnahm, ein Flyer entwickelt. In diesem sind viele Notfalladressen, regionale Beratungsangebote und zuständige Behörden aufgeführt. Piktogramme machen den Flyer leicht verständlich und bieten dem Hilfesuchenden auch bei eventuellen sprachlichen Schwierigkeiten schnelle Orientierung.

Das Projekt "Mein Wohnraum II" wurde in den Jahren 2019/2020 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert. Es hatte zum Ziel, wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten EU-Bürgern Beratung und Begleitung zur Heranführung an regional vorhandene Hilfeangebote anzubieten.

"Wir wollen mit den Flyern den Zugang zum Hilfesystem erleichtern," so Katrin Schönacher-Fichtl, bei der Diakonie Herzogsägmühle Projektleiterin des EHAP-Projekts "Mein Wohnraum II". Wie Stephanie Zahn, ehemalige EHAP-Beraterin für den Raum Schongau und nun Beraterin in der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie Herzogsägmühle, hervorhebt, spricht der Flyer neben wohnungslosen Menschen auch Menschen an, die zwar über Wohnraum verfügen, diesen jedoch gefährdet sehen. So gibt es vielfältige Beratungsangebote (z.B. die Fachstellen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit), die präventiv greifen. "Häufig lässt sich Wohnungslosigkeit vermeiden, wenn rechtzeitig Hilfe in Anspruch genommen wird", so die Beraterin.

Oft stecken neben Schulden soziale, psychische oder Sucht-Probleme hinter drohendem Wohnungsverlust oder auch Krankheit, Erschöpfungssyndrome, Trennungen. Nicht selten sind es Kombinationen aus vielen Komponenten. Ein große Unbekannte stellt die "versteckte Wohnungslosigkeit" dar: Menschen verharren aufgrund von Abhängigkeiten in unguten Wohnverhältnissen. "Da oft Frauen von versteckter Wohnungslosigkeit betroffen sind, wurde ergänzend der Flyer 'Mein Wohnraum – Beratungsangebote für Frauen' erarbeitet", so Stephanie Zahn.

Weitere Informationen zum Projekt sowie die Informationsflyer "Mein Wohnraum" und "Mein Wohnraum – Beratungsangebote für Frauen" zum Download gibt es unter: www.herzogsaegmuehle.de/meinwohnraum -- Mein Wohnraum