Pressenotizen

Umweltschutz ist Menschenschutz

Fachschule für Heilerziehungspflege beteiligt sich am Projekt von Amnesty International: Schreib's an jede Wand

Zwei Lehrkräfte der Fachschule für Heilerziehungspflege in Herzogsägmühle, Evelyn Heigl und Veronika Hegel, wurden auf das Projekt "Schreib's an jede Wand" aufmerksam. Amnesty International hat es zu seinem 60-jährigem Bestehen initiiert. 
Die Idee, eine Wand der Deckerhalle am Dorfplatz mit dem Satz "Umweltschutz ist Menschenschutz" zu gestalten, stellten sie Wilfried Knorr, Geschäftsführer der Diakonie Herzogsägmühle, vor. Nachdem sie die Zusage bekommen hatten, die Wand nutzen zu dürfen, und Sabine Wessels von Amnesty International die Finanzierung zugesichert hatte, konnte mit der Umsetzung begonnen werden.

Zwei Mitglieder der Ortsgruppe Amnesty International Kaufbeuren stellte den Studierenden des Mittelkurses das Wirken der Organisation vor. Als künstlerischer Leiter konnte der Peitinger Künstler Petr Mayr gewonnen werden. Er überzeugte die Studierenden von seiner Idee, die von Ferdinand von Schirach geforderte Erweiterung der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte um sechs Artikel zu beachten, und davon den Artikel 1 - Umwelt "Jeder Mensch hat das Recht, in einer gesunden und geschützten Umwelt zu leben", gestalterisch umzusetzen. Zudem nahmen die Studierenden seinen Gedanken auf, die Umwelt mittels der Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer darzustellen und hierfür pro Element je eine Platte mit passender Farbe aus Alu-Dibond oder Plexiglas zu wählen, um sie später mit passenden Motiven per Siebdruck zu bedrucken.
Bald war es dann soweit: Die 26 Studierenden fanden sich mit den beiden Lehrkräften im Peitinger Atelier von Petr Mayr ein, und nun ging es an die praktische Umsetzung. Die Zeitvorgabe war mit vier Tagen knapp bemessen. Zunächst mussten die Studierenden die handwerklichen Grundzüge des Siebdrucks lernen. Ferner galt es, ungeahnte gruppendynamische Hürden zu bewältigen. Doch das unmöglich Erscheinende nahm Gestalt an und das Projekt konnte am vieren Tag fertig gestellt werden. Das fünf mal zwei Meter große Ergebnis wurde an die Wand der Deckerhalle montiert, wo es fortan angeschaut werden kann. Den Studierenden war wichtig, dass der barrierefreie Zugang für jeden Menschen gewährleistet ist. Die vielen kleinformatigen Drucke von gegenständlichen Zeichnungen ermöglichen es, die Omnipräsenz der schützenswerten Umwelt zu erfassen, auch ohne lesen zu können. Die vielen kleinformatigen Drucke von Zeichnungen machen den Zusammenhang von "Umweltschutz ist Menschenschutz" eindrücklich bewusst. Die Aussage ist als zusätzlicher Schriftzug auf einem Regenbogen angebracht.
Über QR-Codes kann man weiterführende Informationen zum Projekt, dessen Entstehung sowie Hintergrundwissen abrufen.

Herzliche Einladung, das Projektergebnis anzuschauen und sich mit dem Thema auseinander zu setzen!