Mit dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres am 01.09.2025 haben 32 junge Erwachsene ihre berufliche Reise im Diakoniedorf Herzogsägmühle der Diakonie München und Oberbayern und im Sozialkaufhaus BiLL in Landsberg am Lech angetreten. In einer feierlichen Begrüßungsveranstaltung am 12. September wurden die neuen Auszubildenden herzlich willkommen geheißen.
Die Auszubildenden starten in vielfältigen Berufsfeldern: von Hauswirtschaft und Gastronomie über Handwerk und Industrie bis hin zu Einzelhandel, Bürowesen und Informatik. Diese breite Palette zeigt, wie facettenreich die Diakonie München und Oberbayern im Diakoniedorf Herzogsägmühle aufgestellt ist – und wie viele Wege es jungen Menschen mit Unterstützungsbedarf eröffnet.
In den Begrüßungsreden wurde besonders hervorgehoben, dass Herzogsägmühle nicht nur ein Ausbildungsort, sondern ein Ort der persönlichen Entwicklung ist. “Hier geht es nicht nur um berufliches Lernen, sondern auch um das soziale Miteinander, um das Wachsen als Mensch”, so Michael Hölzl, Pädagogische Leitung, in seiner Ansprache.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einer Rede, die sich dem Thema Balance von Arbeit, Lernen und Gesundheit widmete. Die Auszubildenden wurden dazu ermutigt, ihren neuen Lebensabschnitt bewusst zu gestalten – mit einem offenen Blick für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen. „Fragt euch regelmäßig: Wie belastbar bin ich heute? Überfordere ich mich? Brauche ich Unterstützung?“, lautete eine zentrale Botschaft.
Die Rede machte deutlich, dass Ausbildung nicht nur Leistung bedeutet, sondern auch Achtsamkeit gegenüber sich selbst. Stress erkenne man oft an kleinen Zeichen – körperlich, emotional oder sozial. Wichtig sei, diese ernst zu nehmen und frühzeitig Hilfe zu suchen. Die Ausbilder*innen sowie die Arbeits- und Berufsberatung (ABB) stehen den jungen Menschen dabei unterstützend zur Seite.
Auch das Thema Erholung wurde betont: „"Erholung ist Teil der Ausbildung", hieß es. Die jungen Menschen wurden dazu eingeladen, ihre eigenen Wege der Regeneration zu finden – ob durch aktive Tätigkeiten wie Sport, Bewegung oder Hobbys, oder durch passive Erholung wie Musik hören, Lesen oder einfach mal nichts tun.
Auch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben wurde hervorgehoben. Praktika ermöglichen den jungen Menschen zusätzliche Einblicke und praktische Erfahrungen. Viele Unternehmen sind daran interessiert, die Fachkräfte nach Abschluss der Ausbildung zu übernehmen – aktuell gelingt über 80 Prozent der Herzogsägmühler Absolvent*innen zeitnah der Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Die Veranstaltung endete mit guten Wünschen für den Start und einem klaren Signal: Die Ausbildung in den Betrieben der Diakonie München und Oberbayern ist mehr als ein beruflicher Weg – sie ist ein Raum für Entwicklung, für Gemeinschaft und für das Lernen, wie man gut für sich sorgt.
Insgesamt absolvieren derzeit rund 80 junge Menschen eine Ausbildung im Diakoniedorf Herzogsägmühle, im Sozialkaufhaus BiLL in Landsberg am Lech und in den angeschlossenen Betrieben.