Jahresbericht 2015

Liselotte-von-Lepel-Gnitz-Schule
Evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe


In den Schuljahren 2014/15  und 2015/16 waren die Ausbildungsplätze für Fachkräfte in der Heilerziehungspflege gut nachgefragt. Während im Juli 2015 insgesamt 27 staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger erfolgreich den Oberkurs abgeschlossen haben, begannen im September 2015 31 Schülerinnen und Schüler neu die dreijährige, berufsbegleitende Ausbildung.
Den einjährigen, berufsbegleitenden Ausbildungsgang in Heilerziehungspflegehilfe absolvieren im Schuljahr 2015/16 14 Personen. Durch diese Klassengröße ist ein individuelles Eingehen auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Einzelnen möglich.

Insgesamt 25 haupt- und nebenberufliche Lehrkräfte unterrichten im Schuljahr 2015/2016 an der Liselotte-von-Lepel-Gnitz-Schule in vier Klassen 98 Schülerinnen und Schüler.

Schulfreude inklusiv

Der Zugang zum Schulgebäude wurde barrierefrei gestaltet. Durch Renovierungsarbeiten und die Anschaffung neuer Tische und Stühle in einem Klassenraum konnten die Unterrichtsbedingungen erheblich verbessert werden.  Die Ausstattung mit elektronischen Medien und Präsentationsgeräten wurde erweitert und ein WLAN-Zugang installiert.  Erstmals kann nun auch der Unterricht in Datenverarbeitung in den Räumen unserer Fachschule stattfinden.

Lernfreude inklusiv

Unterschiedlichste Biographien führen zu Ausbildungen in Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe: Manche Bewerberinnen und Bewerber haben einen Beruf erlernt, qualifizieren sich nun weiter oder schulen um, andere haben seit ihrem Schulabschluss mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung gesammelt und sich nun entschlossen, eine Ausbildung zu absolvieren und weitere kommen aus längeren "Familienzeiten".

In der Ausbildung erwartet die Schülerinnen und Schüler eine enge Verbindung von Theorie und Praxis, von Unterricht an der Schule und praktischer Ausbildung am Arbeitsplatz. Lernsituationen unterstützen die Verknüpfung unterschiedlicher Schulfächer. Exkursionen, beispielsweise eine Fahrt im Rollstuhl nach München (Medizin, Psychiatrie und Pflege), der Besuch einer Gerichtsverhandlung (Rechtskunde), der Austausch mit Fachkräften spezialisierter Institutionen (Pädagogik, Heilpädagogik und Psychologie) und Land-Art-Installationen in der Natur (Gestaltung) ergänzen  die Lehrveranstaltungen an der Schule.

Abschlussfreude inklusiv

Der Abschluss unserer Ausbildungen eröffnet den Zugang zur Berufstätigkeit in einem besonders gefragten Bereich: Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegehelfer sind "Mangelberufe", bei denen der Bedarf nicht durch die Bewerber gedeckt werden kann und offene Stellen Wahlmöglichkeiten schaffen.

Darüber hinaus handelt es sich um Türöffner:

  • Mit dem erfolgreichen Abschluss in Heilerziehungspflegehilfe (einjährig) wird der Mittlere Bildungsabschluss erlangt, den einige der Absolventen nutzen, um eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft anzuschließen.
  • An den erfolgreichen Ausbildungsabschluss der dreijährigen Ausbildung können zahlreiche Weiterqualifizierungs- und Spezialisierungsmaßnahmen im Bereich Case-Management oder zur Anerkennung als Fachkraft "Heilerziehungspfleger im Erziehungsdienst" angeschlossen werden.

Belegen Schülerinnen und Schüler der  Heilerziehungspflege das Wahlfach Englisch und schließen dies erfolgreich mit einer Prüfung ab, erreichen sie (zusätzlich) die fachgebundene Fachhochschulreife und somit die Zugangsvoraussetzungen für ein weiterführendes Studium.

Auch der Freistaat Bayern weiß, dass Absolventen unserer Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe dringend benötigt werden und schafft Ausbildungsanreize, indem er durch finanzielle Förderung den Fachschulen ermöglicht, auf Einzug von Schulgeld bei den Schülerinnen und Schülern zu verzichten und honoriert den erfolgreichen Abschluss mit einer Meisterprämie in Höhe von 1.000 Euro.